Doodle RassenSchnoodle

Schnoodle

Rasseportrait der Schnauzer+Pudel-Rasse

Schnoodle –  ein wirklich witziger Name für einen Schnauzer+Pudel-Mix, der durch ein gelocktes, welliges Fell und einen freundlichen Charakter gekennzeichnet ist. Die kleinen Gesellschaftshunde wollen am liebsten überall dabei sein, sind äußerst leicht zu erziehen und relativ unkompliziert im Umgang. Schnoodle leben in der Stadtwohnung oder auf dem Land: Hauptsache sie bleiben bei ihrem Herrchen und Frauchen. Was du beachten solltest, wenn du nach einem Schnoodle Welpen suchst, erfährst du in unserem ausführlichen Rasseportrait.

Schnoodle

Schnoodle

Schnoodle Steckbrief:

Ursprungsrassen Schnauzer und Pudel
Ursprungsland USA
weitere Namen USA
wissenschaftlicher Name Schnoodle oder Schnaupoo
Gewicht 5 bis 8 kg
Größe 30 bis 40 cm
Alter 10 bis 15 Jahre
Charakter Freundlich, aufgeschlossen, folgsam und liebevoll
Krankheiten Rassebedingte Krankheiten, die auf den Schnauzer oder den Pudel zurückführen
Fell – Länge und Farben Grau, weiß, braun, schwarz, gescheckt oder Apricot

Was ist ein Schnoodle?

Es handelt sich bei dem Schnoodle um einen Hybridhund, der aus zwei unterschiedlichen Rassen hervorgeht. In der Regel geht es nicht darum, mit denen Hybriden weiter zu züchten, sondern die Elternrassen zu verpaaren. Heute sind die Hybriden wie der Schnoodle in den USA weit verbreitet und dort beliebte Familienbegleithunde und Gesellschaftshunde. Doch handelt es sich bei dem Schnoodle bis heute nicht um eine anerkannte Rasse mit durchgezogenen Zuchtlinien und einem Rassestandard.

Alternativ zum Schnoodle triffst du auf die Bezeichnung Schnaupoo. Die Züchter verpaaren einen Pudel und einen Schnauzer. Ausgehend von den USA haben die Hunde einen regelrechten Siegeszug über die gesamte Erdkugel angetreten, wenn sie auch hierzulande noch ein Exoten-Dasein genießen. Dir wird aufgefallen sein, dass der Pudel vergleichsweise häufiger als Elternteil sogenannter Hybridhunde wie beim Schnoodles auftaucht. Das hat unterschiedliche und recht nachvollziehbare Gründe. Ein Hauptaugenmerk in der Zucht liegt auf der Gesundheit und dem Streben, die rassedisponierten Krankheiten zu eliminieren. Ein weiteres Hauptaugenmerk liegt auf einer Festigung der Wesensmerkmale. Es geht also in erster Linie um einen kinderlieben, ausgeglichen und freundlichen Familienhund.

Schnoodle Hund

Schnoodle

Was sind die Besonderheiten der Schnoodle?

Je nachdem, welche Kombinationsmöglichkeiten der Züchter in den Verpaarungen wählt, fällt auch die Größe der Schnoodle unterschiedlich aus. Die kleinen Miniatur Schnoodles werden zwischen 5-8 kg schwer und erreichen eine Schulterhöhe von 30-40 cm. Am besten lasst ihr euch beim Züchter die Elterntiere zeigen. Je nachdem wie hoch diese sind, lässt das Rückschlüsse auf die Größe der Welpen zu. In diesem Maße kann auch das äußere Erscheinungsbild der Schnoodle variieren.

In der ersten Generation tragen Sie zu 50 % die Merkmale der Schnauzer und der Pudel. Bei einigen Züchtern erfolgen auch Verpaarungen der F1b Generation, die zu 75 % auf den Pudel und zu 25 % auf den Schnauzer zurückgehen. Das Fell der Nachkommen sollen noch welliger und lockerer sein. Zusätzlich erreicht es eine mittellange Haarlänge. Es kann sich glatt, weich oder struppig anfühlen. In Abhängigkeit von dem Pudel Elternteil haben die Schnoodle eine graue, weiße, braune, schwarze, gescheckte oder Apricot Färbung.

Schnoodle

Schnoodle

Die Vorteile des Heterosis-Effekt

Ein besonderer Vorteil, den man den Hybriden zuspricht, liegt im Heterosis-Effekt. So kommt es bei dem Nachwuchs zu einer überproportionalen Zunahme der Fitness, was auf die genetische Durchmischung abzielt. Diesen Effekt können die Hunde nicht an ihre Nachkommen durch Vererbung weitergeben. Sie entstehen durch Hybridisierung. Würde man entgegen dessen mit den Hybridhunden weiterzüchten, fallen keinerlei homogene Würfe mehr, der Phänotyp würde sich dann verteilen. Zur Etablierung einiger neuer Rassen haben die Züchter zwei Hunderassen hybridisiert, um danach durch eine Auslese weitere Verpaarungen durchzuführen, die den Phänotyp stabilisieren. Es geht also bei den späteren Einkreuzungen darum, die Rasse weiterzuentwickeln. Erst danach ist es möglich, wirklich gewinnbringend in Reinzucht weiter zu züchten.


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Schnoodle Haltung –  Was ist zu beachten?

Der klassische Schnoodle ist ein Familienhund. Du kannst deinen Vierbeiner für ein paar Stunden allein lassen, solltest dies aber nicht zu sehr ausdehnen. Ausgehend vom Riesenschnauzer neigen diese Hunde zum Bellen. Doch ist die Hybridrasse äußerst anpassungsfähig und richtet sich immer nach ihrem Umfeld, ob es nun ältere Menschen, Singles, Paare oder Familien mit mehreren Kindern sind. Das mittlere Temperament fällt gerade auf längeren Spaziergängen positiv auf. Auch wenn Hundesport kein Muss ist, solltest du die Wesensmerkmale unterstützen und für eine ausreichende Auslastung deines Schnoodles sorgen.

Der Schnoodle ist ein ausgeglichener, verträglicher und intelligenter Hund, der keinerlei Probleme mit fremden Personen oder anderen Tieren hat. Sie gelten als kinderlieb und orientieren sich stark an ihren Bezugspersonen. Zu ihrem Herrchen oder Frauchen entwickeln sie eine bedingungslose Treue. Dieser Verantwortung solltest du dir unbedingt bewusst sein, wenn du einen Schnoodle Welpen bei dir zuhause aufnimmst. Er wird es dir nie verzeihen, wenn du ihn eines Tages im Stich lässt. Im Prinzip kannst du einen Schnoodle in der Stadtwohnung oder auf dem Land halten. Wichtig ist der enge Kontakt zum Menschen und die regelmäßigen Spaziergänge und Spiele. Der Vierbeiner wird keine sportlichen Höchstleistungen vollbringen, jedoch stärkt das Spiel den Zusammenhalt von Frauchen, Herrchen und Hund sowie die körperliche, geistige Auslastung.

Die Pflege des Schnoodles

Je nachdem wie lang das Fell eine Schnoodles ist, muss es tagtäglich gebürstet und gepflegt werden. Andernfalls können die Haare schnell verfilzten und verkleben. Dank der engen Verwandtschaft zum Pudel ist ein gewisser Prozentsatz der Schnoodle mit einem hypoallergenen Haarkleid ausgestattet. Mit anderen Worten bedeutet das: Die Vierbeiner verlieren gar kein oder auch nur wenig Fell. Dafür musst du sie mit einem jährlichen Haarschnitt versehen direkt vor dem Winter und vor der Frühjahrs- sowie Sommersaison. Wer sich das selbst noch nicht zutraut, macht einen Termin beim Hundefriseur.

  • Kämmen: Von Anfang an sollten die Welpen regelmäßig gekämmt und gebürstet werden. Das weiche, wellige Hundefell ist zwar nicht hart, es kann aber schnell verfilzen. Im Grunde genommen haben die Vierbeiner ein recht feines Fell, worin sich während des Spaziergangs eine Menge verfangen kann. Von daher solltest du das Haarkleid regelmäßig auf Klettern überprüfen.
  • Baden brauchst du einen Schnoodle grundsätzlich nur nach Bedarf. Verwende wenn überhaupt ein mildes Hundeshampoo und achte darauf, dass kein Wasser in die Augen kommt.
  • Ebenso wichtig ist eine regelmäßige Ohrenpflege. Ein weiches Baumwolltuch sollte ausreichen. Fahre damit nicht zu tief in die Ohrmuschel, du könntest die empfindlichen Gehörgänge verletzen. Bilden sich zu viele Sekrete im Gehörgang, solltest du dies deinem Tierarzt zeigen.
  • Achte ebenso auf eine artgerechte Zahnpflege und gibt deinem Hund so oft wie möglich etwas zum Kauen. So schaben sich die Vierbeiner selbst den Zahnstein von der Zahnoberfläche. Andernfalls muss er vom Tierarzt unter Narkose entfernt werden.

Du möchtest einen Schnoodle Welpen kaufen?

Hast du den Entschluss gefasst, nach einem Schnoodle Welpen zu suchen, musst du etwas Geduld und Durchhaltevermögen mitbringen. Nur dann ist es möglich, aus den wenigen seriösen Züchtern in Deutschland den geeigneten Wurf aufzuspüren, wo dein Traumhund gefallen ist.

Ein äußerst gutes Zeichen für einen seriösen Züchter sind Wartelisten. Hier nehmen die Züchter die Interessenten auf und treffen sich vor dem eigentlichen Welpenwurf schon einmal. Außerdem sollte es möglich sein, die Welpen zu besuchen, auch wenn im aktuellen Wurf noch kein Hund für dich dabei ist. Du kannst dir dennoch ein realistisches Bild von den Schnoodles machen.

Nutze die Möglichkeit und führe mehrere Gespräche mit dem Züchter. Hast du von Anfang an ein gutes Gefühl und beantwortet der Züchter all deine Fragen? Leben alle Hunde bei ihm zuhause? Hast du die Chance, die Mutterhündin gemeinsam mit ihren Welpen zu erleben? Es geht nicht darum, besonders misstrauisch zu sein, sondern vielmehr um ein gutes Verhältnis, das du von Anfang an zu deinem Schnoodle Züchter aufbaust. SPäter ist er auch für dich da, auch wenn es zu Problemen kommt.

Preis: Was kostet ein Schnoodle?

Einen wirklichen Preis konnten wir im Netz nicht finden. Nur eines: Die Preisspanne geht weit auseinander. So hast du schon einmal großes Glück, Schnoodle Welpen aus einer geprüften und seriösen Zucht im Internet zu finden. Viele der Züchter informieren im Netz schon einmal frühzeitig über eine geplante Verpaarung und die zu erwartenden Farben. Bei Interesse solltest du Kontakt per E-Mail aufnehmen oder einen Fragebogen anfordern, indem du deine wichtigsten Informationen einträgst.

Es gibt im Netz Welpen-Portale, auf denen sich Hobby- und Profizüchter tummeln. Im Prinzip erkennst du an einem ungewöhnlich niedrigen oder vollkommen überzogenen Preis einen Vermehrer, der in erster Linie finanzielle Interessen verfolgt. Du solltest in keinem Fall aus falsch verstandener Hundeliebe einen Welpen auswählen, obwohl du bei dem Züchter ein schlechtes Bauchgefühl hast.

Ernährung: Was sollte ein Schnoodle fressen?

Es handelt sich beim Schnoodle um einen mittelgroßen Hund, der nach einer artgerechten Ernährung verlangt. Im Prinzip spielt es keine Rolle, ob ihr euch für Fertigfutter entscheidet oder barft. In erster Linie sollte das Hundefutter zum Alter und zur Lebensphase passen. Die Futtermittelhersteller geben auf der Verpackung eine Dosierungsempfehlung.

Eine ausgewogene Hundeernährung besteht aus einem guten Hundefutter, ein paar Leckerbissen zwischendurch und sauberem Trinkwasser. Damit legst du eine gesunde Basis für ein langes Hundeleben und einen zufriedenen Vierbeiner, der sich nicht mit Übergewicht herumplagen muss. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um besonders wählerische Hunde. Schnoodle fressen, was in den Napf kommt. Dennoch solltest du die Futtersorte nicht abrupt wechseln, sondern allmählich die Fütterungsmenge umstellen, um deinen Vierbeiner Schritt für Schritt an ein neues Hundefutter zu gewöhnen.