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Puggle Hunde

Rasseportrait – Puggle Hund – Rasseinfos, Charakter und Haltung

Der Puggle entsteht aus einem reinrassigen Mops und einem Beagle. Daraus setzt sich die Rassebezeichnung zusammen, dem englischen „Pug“ für den Mops und das „gle“ aus dem Beagle. Wer sich für diese Rasse interessiert, wünscht sich das liebevolle Wesen vom Mops in einem agilen und gesunden Körper. Zumeist habe die reinrassigen Möpse Probleme mit der Atmung. Sie sind nur bedingt belastbar. Dabei macht der Mops einen idealen Familienhund. Die Rasse leidet fast flächendeckend an den Folgen der Überzüchtung, weshalb immer mehr Hundehalter nach einer Mischung suchen. Ob der Puggle diese Erwartungen erfüllen kann, wollen wir in diesem Rasseportrait herausfinden.

Puggle Hunde

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Das erfahrt Ihr über Puggle Hunde

Wie entsteht ein Puggle?

Der Beagle ist ein Jagdhund. Er gehört zur Gruppe der Lauf- und Schweißhunde. In der Meute hetzt er hinter Wildschweinen und Füchsen her. Auf diese Aufgaben wurde er über Hunderte Jahre gezüchtet. Der Beagle bleibt mit der Nase auf dem Boden, wenn es durch den Wald geht. Er folgt der Fährte, wie es in der Jägersprache heißt. Diese Passion hat der Mops nicht. Eine Studie aus dem Jahr 2017 hat zwar belegt, dass diese Hunderasse sehr gut riechen kann. Dennoch besitzt der Mops keine ausgemachte Passion, Beutetiere aufzuspüren und zu verfolgen.

Der Mops wurde viel mehr als charmanter Begleiter gezüchtet und erhielt vor über 2000 Jahren am chinesischen Kaiserhof seine eigentliche Aufgabe. Das Ziel der Züchter ist es, den liebenswürdigen und anhänglichen Charakter der Möpse mit der Agilität und Fitness der Beagle zu paaren. Diese Hybridhunde kommen aus den Vereinigten Staaten. Hierzulande gibt es wenige Züchter, die eine ausreichende Expertise mitbringen.

Ursprung und Geschichte der Puggle

Ähnlich wie die Labradoodle wurden auch die Puggle in den 80er Jahren in Amerika gezüchtet. Das Ziel waren allergikerfreundliche Hunde beziehungsweise Tiere, die für Menschen mit einer Tierhaarallergie besser verträglich sind. Aktuelle Untersuchungen am Puggle konnten diese Wirkung aber nicht bestätigen. Zu unterscheidet sich die Allergenmenge der Puggle eigentlich nicht von den anderen Hunden. Bis zum heutigen Tag existiert kein hypoallergener Hund.

Puggle Hunde

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Kritische Stimmen zum Puggle – brauchen wir noch eine Hybridrasse?

Auch wenn sich die meisten Züchter versprechen, dass ihre Nachkommen nur die besten Eigenschaften der Elterntiere erben, ist dies in der Praxis weniger realistisch. Es ist vielmehr ein Marketing-Argument, das für die neuen Hybridrassen sprechen soll. Es kann mit derselben Wahrscheinlichkeit dazu kommen, dass sich der Puggle eben genau die unerwünschten Eigenschaften herauspickt. Gerade weil die Doodle Rassen noch zu den jungen Kreuzungen gehören, ist nicht von einem gefestigten Standard die Rede. So gehört der Puggle nicht zu einer anerkannten Rasse, die der FCI beziehungsweise der Verband für Deutsches Hundewesen führt.

Die kleinen Hunde haben in der Regel ein sehr kurzes und glattes Fell, das eng anliegt. Die Farben orientieren sich an den Ausgangsrassen – Beige mit einer dunklen oder schwarzen Maske. Es können schwarze oder schokobraune Puggle Hunde in einem Wurf fallen. Die ausgewachsenen Tiere können bis zu 20 Kilo auf die Waage bringen.

Aus genetischer Sicht ist die F1 Generation aus einem Beagle und einem Mops in ihrer Gestalt und im Wesen einigermaßen voraussagbar. In der F2 Generation kommt es schon zu einer breiteren Streuung der Eigenschaften.


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Charakter der Puggle Hunde

Wünschenswert sind die guten Charaktereigenschaften, die einen freundlichen, aufmerksamen, verspielten und energiegeladenen Puggle ergeben. Wenn sich die richtigen Ausgangsrassen getroffen haben, bekommt der Puggle eine längere Nase und ein festeres, kleineres Gaumensegel. Der Puggle sollte frei atmen und sich besser bewegen können als es beim Mops der Fall ist.

Puggle Hunde

Puggle Hunde

Gesundheit der Puggle Hunde

Im Durchschnitt können die Puggle 10-15 Jahre alt werden, vorausgesetzt sie sind bei guter Gesundheit. Beagle und Mops leiden unter der progressive Netzhautatrophie. Umso wichtiger ist es, einen Welpen von einem seriösen Züchter zu adoptieren, der die Elterntiere per DNA Test auf diese Krankheiten getestet hat. Nur dann können Sie davon ausgehen, dass die Welpen nicht unter der Netzhautatrophie leiden. Zugleich können die Möpse unter einer Hüftdysplasie leiden. Aus diesem Grund sollte ein verantwortungsbewusster Züchter auf die Gesundheit der Elterntiere achten.

Die meisten Puggle haben längere Schnauzen als Möpse, was dem Beagle Elternteil zu verdanken ist. Das soll das Risiko von Atembeschwerden herabsetzen. Gelegentlich können die Puggle an der Brachyzephalie leiden, eine Krankheit, die bei den Möpsen häufig auftritt. Darunter ist das so genannte umgekehrte Niesen zu verstehen. Die Hunde niesen quasi rückwärts.

Artgerechte Fütterung der Puggle

Mops und Beagle sind bekannt für ihren gesunden Appetit und der Neigung zum Übergewicht. Die sollten bei den Puggle Hunden von Anfang an darauf achten, dass nicht zu viel im Futternapf landet. Sorgen Sie für ausreichend Bewegung, gehen Sie täglich mehrere Male eine Gassirunde und spielen Sie mit Ihrem Puggle im Garten und in der Wohnung. Nun gibt es auch innerhalb der Hybridrasse unterschiedliche Variationen, sodass Sie einen schwereren oder einen leichteren Puggle abbekommen können. Orientieren Sie die Futtermenge am gesunden Normalgewicht Ihres Hundes. Gleichen Sie die Futtermenge mit den Leckerbissen ab, die Sie Ihrem Puggle nebenher geben.

Erziehung und Pflege des Puggle

Das eng anliegende, kurze Fell bedarf keiner großen Pflege. Es sollte ausreichen, mit einem Handschuh oder einen weichen Striegel sowie einer Bürste das Fell ein bis zweimal in der Woche zu pflegen. Verbinden Sie das Ganze mit einer Kuscheleinheit. Kontrollieren Sie regelmäßig die Ohren, die Augen und die Falten im Gesicht und entfernen Sie Schmutzpartikel und Rückstände.

Die Verwandtschaft zum Beagle kann der Puggle nicht von der Hand weisen. Von daher sollten Sie von Anfang an konsequent in der Erziehung bleiben. Machen Sie den kleinen Puggle erst von der Leine ab, wenn das Abrufen im heimischen Garten schon vortrefflich klappt und sie draußen mit der Schleppleine trainiert haben. Bleiben Sie konsequent im Sauberkeitstraining und besuchen Sie am besten eine Welpenspielstunde. So halten Sie Kontakt mit den Artgenossen und bekommen praktische Tipps von einem Profi, die Sie in die heimische Erziehung Ihres Puggle einbeziehen. Im Grunde genommen sind die kleinen lustigen Kerle keine große erzieherische Herausforderung. Sie machen einen vortrefflichen Familienbegleithund, der Ihnen über viele Jahre Freude bereiten wird.