Doodle RassenLabradoodle

Labradoodle

Rasseportrait der Labrador-Pudel-Hybrid Hunde

Einer der ersten erfolgreichen Doodle-Hunderassen ist der Labradoodle – wenn man so will, den Pionier dieser Hybridrassen. Bis heute gibt es ernsthafte Bemühungen in Australien, aus dem Labradoodle eine eingetragene Rasse zu machen und einen Standard zu entwickeln. Es dürften noch ein paar Jahre ins Land gehen. Europaweit sind die Labradoodle mehr oder weniger ein Überraschungspaket im Hinblick auf ihren Charakter und ihr Aussehen. Bis heute gibt es hierzulande keinen einheitlichen Standard. Es gibt verschiedene Verpaarungen, diese äußern sich in Größe und Fellbeschaffenheit Labradoodle Standard, Labradoodle Medium und Labradoodle Mini und in den Fellvarianten gelocktes und gewelltes Fell.

Das erfahrt ihr hier zum Labradoodle

Labradoodle Steckbrief:

Gewicht Miniatur Labradoodle : 7 bis 14 Kilogramm
Medium Labradoodle : 13 bis 20 Kilogramm
Standard Labradoodle : 27 bis 45 Kilogramm
Größe Miniatur Labradoodle : 36 cm – 43 cm
Medium Labradoodle : 44 cm – 53 cm
Standard Labradoodle : 54 cm – 63  cm
Alter 10 bis 13 Jahre
Charakter freundlich, loyal, folgsam und kinderlieb
Krankheiten Hüftdysplasie, Augenkrankheit, Hautprobleme
Fell – Länge und Farben Mehrfarbig, Creme, Weiß oder Schwarz

kurz und kraus, mittellang oder lang und wellig

Besonderheiten der Labradoodle

Der Labradoodle ist ein mittelgroßer bis großer Hund, der aus einem Königspudel und einem Labrador hervorgeht. In einigen Linien kreuzen die Züchter Kleinpudel ein, um die Größe nach unten zu setzen. Ebenso vielfältig fallen die Farben des Haarkleids aus, die von Creme, Weiß bis zu Schwarz fast alle Nuancen zulassen. Das Fell kann kurz oder lang sein, gelockt, glatt oder kraus. Die Idealvorstellung eines Labradoodles sieht einen gelockten mittelgroßen Hund vor, der so ähnlich wie ein zu groß geratener Teddybär aussieht. Allzu sehr würde ich mich aber nicht an dieser Vorstellung festhalten.

Labradoodle

Die wesentlichen Besonderheiten ergeben sich meist in der Fellstruktur, sodass der Großteil der Labradoodles als hypoallergen und nichthaarend gilt. Sie produzieren zumindest weniger Allergene als ihre reinrassigen Eltern. Dennoch gibt es derzeit Untersuchungen, die keinerlei eklatante Unterschiede in den Allergenen bestätigen können. So gibt es bis zum heutigen Tag immer noch nicht den hypoallergenen Hund. Das überwiegend üppige Fell müssen die Hundehalter aufwändig pflegen.

Wo ist der Labradoodle entstanden?

Heute gibt es die Hybriden aus Pudel und Labrador weltweit. Ihren Anfang nahm des Pudels Kern aber in Australien. Im Prinzip dominiert der Grundgedanke der Zucht, andere Hunde mit einem Pudel einzukreuzen. Bestimmend dabei ist die Intelligenz der Pudel gepaart mit einem zum Teil allergiefreien Haarkleid, das nicht oder fast nicht ausfällt. Was bleibt ist ein labradorähnlicher Hund, der nun auch bei einem Hundehaarallergiker leben kann. Doch auch diesen Wunsch kann nicht jeder Labradoodle erfüllen.

Labradoodle oder Australian Labradoodle –  Wo ist der Unterschied?

Sprechen wir von einer Hundezucht, wählt die Züchter bestimmte Hunde aus und verfolgt bestimmte Zuchtziele. In Australien versuchen die Züchter aus dem Labradoodle eine eigene Rasse zu entwickeln. Der Unterschied zu den vereinzelten europäischen Züchtern ist eklatant. Kreuzt ein Züchter zum Beispiel zwei unterschiedliche Rassen, erhält er eine F1 Generation, deren Merkmale sich einigermaßen vorhersagen lassen. In der folgenden Generation sieht das schon wieder ganz anders aus. Wer hier nach konkreten Informationen sucht, sollte einen Blick auf die Mendelschen Regeln werfen oder sich an den Biologieunterricht zurückerinnern.


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Hierzulande findest eigentlich nur Züchter, die Pudel mit einem Labradoodle kreuzen, aber nicht ihre Nachkommen miteinander verpaaren. Dieser Herausforderung haben sich australische Züchter gestellt, um einen einheitlichen Rassestandard zu entwickeln – im direkten Vergleich entsteht der Australian Labradoodle aus 5 verschiedenen Rassen. Zum jetzigen Zeitpunkt dürfen noch andere Retriever und sogar Cocker Spanier eingekreuzt werden, um die gewünschten rassespezifischen Merkmalen zu erhalten. Das gibt der Hunderasse die Chance, sich nach einigen Jahren intensiver Zuchtarbeit zu etablieren. Auch wenn sich die europäische nicht mit der australischen Zucht vergleichen lässt, gibt es auch hier vereinzelte Züchter, die auf Basis der Australian Labradoodle ihre Zuchtbemühungen vorantreiben.

Labradoodle Verpaarungen

Labrador Retriever + Pudel = F1 Labradoodle
F1 Labradoodle + Pudel = F1B Labradoodle
F1 Labradoodle + F1B Labradoodle = FB Labradoodle
F1B Labradoodle + F1B Labradoodle = 1.Generation Multigen Labradoodle
F1 Labradoodle + Multigen = F2B Labradoodle

Charakter der Labradoodle

Diese Hunde sehen zumeist nicht nur freundlich aus, sie haben auch einen ausgeglichenen, toleranten und zufriedenen Charakter. Es ist schwer, ein wirkliches Verhalten oder Wesensmerkmale vorherzusagen. Schließlich handelt es sich um die Verpaarung zweier unterschiedlicher Rassen. Da kann fast alles dabei sein. Du solltest unbedingt beachten, dass der Labrador ebenso wie der Pudel auf eine Jagdhunderasse zurückgeht. Grundsätzlich bekommst du nur einen wesensfesten Welpen von einem seriösen Züchter, der bei der Zucht auf gesunde und charakterlich gefestigte Hunde zurückgreift.

Haltung der Labradoodle

Der Labradoodle soll ein geeigneter Familienhund sein, dennoch benötigt er ausreichend Bewegung und eine Beschäftigung für Körper und Geist. Das können Agility, Apportieren, Suchspiele und Fahrradfahren sein ebenso wie Dogdancing oder Obedience. In den meisten Fällen vertragen sich die Labradoodle recht gut mit ihren Artgenossen und können im Rudel gehalten werden.

Solltest du schon bei deinem Welpen oder Junghund mitbekommen, dass sein Jagdtrieb intensiv ausgebildet ist? Dann ist die Abrufbarkeit eure erste große Challenge. Bleibe immer konsequent in der Erziehung, auch wenn der wuschelige und niedliche Welpe noch so herzzerreißend jault und dich schief angelächelt. Eine ganz einfache Prämisse in der Haltung der Labradoodle kannst du bei jedem Hund  befolgen: Nur ein ausgeglichener Vierbeiner ist zufrieden und zeigt sich von seiner besten Seite.

Die ersten Erziehungsprobleme zuhause treten auf, wenn der Labradoodle nicht genügend Auslastung erhält. In diesem Fall solltest den Beschäftigungsgrad unbedingt nach oben schrauben. Schließlich ist ein müder Hund nicht mehr in der Lage, sich an den Polstermöbeln und deinem Besitz zu vergreifen. Besuche von Anfang an einer Hundeschule. Hier triffst du auf Gleichgesinnte und bekommst professionelle Hilfe bei der Hundeerziehung.

Pflege:  Fachgerechte Fellpflege bei einem Labradoodle

Die meisten Labradoodle haben ein mittellanges bis langes Fell, das du mindestens einmal am Tag bürsten und kämmen solltest. Dafür eignen sich Striegel, Pflegehandschuhe, Kämme und Bürsten mit langen Zinken. Je kürzer das Fell, desto kürzer sollten auch die Borsten der Kämme sein. Nimm dir für die Fellpflege deines Hundes ausreichend Zeit und beginne so früh wie möglich. Haben die jungen Hunde schon im Welpenalter gelernt, das Fellpflege angenehm ist, werden sie die gemeinsame Zeit mit dir genießen. Zugleich löst du durch das regelmäßige Bürsten abgestorbene Hautpartikel und Haare. Solltest du einen Labradoodle haben, der kaum oder gar kein Fell verliert, musst du ein bis zweimal im Jahr einen Termin beim Hundefriseur machen. Er sorgt für den passenden Schnitt zur Jahreszeit.

Der Labradoodle Welpe zieht ein

Kurz vor dem Umzug ist Aufregung in der ganzen Familie angesagt. Diese sollte aber niemals auf den kleinen Labradoodle übergehen. Auch wenn ihr vielleicht eine große Party mit Freunden feiern und eure niedlichen Welpen am  liebsten herzeigen wollt, ist das genau der falsche Weg. In der ersten Woche solltest du dir allein Zeit mit deinem neuen Welpen nehmen. Der Labradoodle lernt sein neues Zuhause, den Garten, das Grundstück, das Haus und die Wohnung kennen. Er findet seinen Schlafplatz und  lernt Schritt für Schritt, draußen sein Geschäft zu machen. Das braucht Ruhe und Zeit. Auch wenn es sich beim Labradoodle nicht um eine hypersensible Rasse handelt, solltest du den kleinen Welten nicht überfordern.

Was kostet ein Labradoodle?

Wer Sich nach einem Original aus Australien umsieht, muss dafür stattliche 2.500 € ausgeben. Hierzulande gibt es die Welpen aus Labrador und Pudel von einem seriösen Züchter ab 1.000 €. Doch solltest du diese preisliche Vorgabe nur als Orientierung sehen. Beim Welpenkauf entscheidet keinesfalls der Preis, sondern der Aufwand, mit dem der Züchter sich um die Gesundheitsvorsorge und Aufzucht der Tiere kümmert. Ich möchte es einmal so ausdrücken: Was ist schon ein Anschaffungspreis ab 1.000 €, wenn du für die nächsten 10 Jahre einen treuen und gesunden Begleiter an der Seite hast? Ich finde es sogar gut, wenn Familien über längere Zeit auf ihren Traumhund sparen. In dieser Zeit überlegen Sie sich sehr gründlich, ob sie der Verantwortung gewachsen sind. Der Hundekauf hat nichts mit einer Spontanentscheidung zu tun.

Der Labradoodle darf keine Möglichkeit sein, nun für einen wild gezogenen Mischling über 1000 € zu verlangen. Die vielen Internetanzeigen können verführen. Von daher solltest du zeitnah einen Vorort-Termin vereinbaren, kritische Fragen stellen, nach den Elterntieren fragen und die Welpen beim Spiel aufmerksam beobachten. Wie steht es um die Gesundheitszertifikate, die Impfungen und die Entwurmung der Welpen? Sind die Elterntiere auf HD untersucht? Ein seriöser Züchter weiß auf diese Fragen die richtige Antwort und wird sich niemals herausreden.

Wenn du vertröstet wirst oder ein ungutes Gefühl bei einem Züchter hast, solltest du keinen Labradoodle kaufen – schon gar nicht aus Mitleid. Damit erreichst du nur das Gegenteil. Die schwarzen Schafen legen es auf diese Mitleidskäufe an. Unterstütze die seriösen Labradoodle Züchter mit deinem Kauf und gib einem gut sozialisierten, gesunden Hund ein wunderschönes Zuhause.

Ernährung:  Was sollte ich bei der Fütterung eines Labradoodles beachten?

Der Labrador neigt zu Übergewicht. Die Hunderasse gilt als äußerst verfressen. Diese Eigenschaften können sich auch auf den Labradoodle übertragen. Achte also unbedingt auf die täglichen Rationen und lass dich nicht allzu häufig zu zu vielen Leckerbissen überreden. Problemlos kannst du deinen Hund auch mit ein paar Streicheleinheiten oder einem kurzen Spiel belohnen.

Alles was in den Futternapf kommt, sollte zum Großteil aus Fleisch bestehen. Zucker und Getreide gelten als ungesund. Bei der Dosierung helfen die Herstellerangaben, die aber immer nur eine Orientierung sind. Entscheide im Individualfall. Bei Welpen und Junghunden kannst du dann die Futterration nach oben schrauben, wenn du das Gefühl hast, dein Vierbeiner wird nicht richtig satt oder ist zu dünn. Doch bedenke: Labradoodle wachsen sehr schnell. So können sich die Gewichtsverhältnisse schnell wieder ausgleichen.

Die gesündeste und natürlichste Hundeernährung gelingt durch das BARFEN. Hier fütterst du frisches Futter bzw. Fleisch. Die Fütterung ist nur etwas für erfahrene Hundehalter und Züchter. Wenn du selbst damit noch keine Erfahrung gemacht hast, solltest du von den fertigen BARF-Mahlzeiten Gebrauch machen, die es mittlerweile in den autorisierten Onlineshops und im Fachhandel gibt. Ist der Welpe das Frischfleisch noch nicht gewöhnt, solltest du ihn allmählich umstellen.

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