Doodle Rassen

Pudel Rasseportrait

Der Pudel gehört zu einer von der FCI anerkannten Hunderasse der Gruppe 9 Sektion 2. Sein Hauptcharakteristikum ist das wollige, gekräuselte Haarkleid, seine lebhafte verspielte Art und eine ausgesprochene Intelligenz und Gelehrigkeit. Wir unterscheiden je nach Größe den Großpudel vom Königspudel, Kleinpudel, Zwergpudel und Toy-Pudel.Pudel Hunderasse

Pudel Steckbrief

Gewicht  3-28 kg
Größe Großpudel: 45-60 cm

Kleinpudel: 35-45 cm

Zwergpudel: 28-35 cm

Toypudel: 24-28 cm

Alter  12-15 Jahre
Charakter Lernbegierig, intelligent und freundlich

Geeigneter Familienhund

Krankheiten Hüftdysplasie, Patellaluxation, angeborene Harnleiterektrophie

Katarakt, progressive Retinaatrophie

Fell – Länge und Farben Dichtes, gekräuseltes, wolliges Fell

Pudel verlieren keine Haare

Alle Farbvarianten möglich

Kleine Rassegeschichte: Entstehung des Pudels

Ursprünglich war der Pudel ein Jagdhund, der für die Wasserjagd und das Apportieren gezüchtet wurde. So leitet sich der Name vom Altdeutschen „puddeln“ ab, was soviel bedeutet wie „im Wasser planschen“. Erst im Laufe der Jahre verlor der Pudel seine Fähigkeiten in der Jagd. Bis heute ist ihm seine Apportierfreude geblieben.

Ausgehend von einer Erwähnung in der chronologischen Zeitschrift „Der Hund“, datiert der Kynologe R. von Schmiedeberg den Pudel bis auf das Jahr 1555 zurück. Wobei die Zuchtgeschichte auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurückreicht. Das Hauptaugenmerk lag damals auf dem Großpudel und dem Kleinpudel in den Farben Weiß, Braun und Schwarz. Auch wenn lange Zeit unklar war, wo die Heimat dieser Rasse ist, sprach die FCI in den 1930ern Frankreich die Anerkennung der Rasse zu.

Wurfstatistik: Wie viele Pudel werden jedes Jahr geboren?

Durch vielfältige Kreuzungen entstanden in den 60er und 70er Jahren Farben, wie Silber und Apricot. Erst 2017 nahm die FCI ausgehend von Frankreich mit der Farbe „Red“ ein neues Rassenmerkmal auf. Heute tauchen Pudel in nahezu allen Farbvarianten auf. Laut deutscher Statistiken der VDH Zuchtbücher werden jedes Jahr mehr als 2.000 Pudelwelpen eingetragen. Zu den beliebtesten Varianten gehört der Zwergpudel in den Farben Weiß, Schwarz und Falb.

Das Aussehen und der Charakter der Pudel

Selbst wenn du keine Ahnung von Rassehunden hast, erkennst du Fällen einen Pudel auf den ersten Blick. Sein dichtes, wolliges und gekräuseltes Haar unterliegt keinem Fellwechsel und zeigt sich in seiner vollen Pracht. Zugleich bedeutet das eine aufwändige Fellpflege. Schließlich verlieren die Pudel so gut wie kein Fell und müssen regelmäßig geschoren werden. Gerade im Bereich der Barthaare und Augenbrauen wächst das Fell schneller.

Die artgerechte Pflege der Pudel

Nicht zuletzt durch seine charakteristische Fellstruktur, verlangen die langhaarigen Pudel nach einer intensiven Pflege mehrmals in der Woche. Du solltest deinen Vierbeiner regelmäßig bürsten. Andernfalls zeigen sich schnell Verfilzungen. Im Showhundewesen unterscheiden sich die Modeschur von der Puppy-Clip. Am besten gehst du schon mit einem jungen Hund zum Hundefriseur.

Leidet der Pudel unter rassespezifischen Erkrankungen?

Die großen Rassevertreter können unter erblich bedingter Hüftdysplasie leiden, von daher ist es wichtig, nur einen Pudelwelpen zu kaufen, der von getesteten Elterntieren stammt.  Bei den kleineren Variationen kann die progressive Retinaatrophie auftreten. Es handelt sich um eine erblich bedingte Augenkrankheit, die schlimmstenfalls zum Erblinden führt. Die Züchter schließen durch einen Gentest die Träger dieser Krankheit aus und nehmen betroffene Hunde nicht in die Zucht.

Zu den weiteren Erkrankungen gehören die erbliche Patellaluxation. Dahinter verbirgt sich eine Verlagerung der Kniescheibe. Erkrankte Tiere lahmen. Darüber hinaus sind die Züchter verpflichtet, die Zuchthunde auf den Katarakt – den Grauen Star – zu untersuchen ebenso auf die angeborene Harnleiterektrophie. An dieser Stelle dürfte deutlich werden, wie wichtig es ist, einen Pudel-Welpen nur von einem seriösen Züchter zu kaufen.

Was ist zu beachten, wenn ich einen Pudel Welpen kaufen möchte?

Einen reinrassigen Pudel kaufen Sie am besten von einem anerkannten Züchter im VDH – dem Verein für Deutsches Hundewesen. Über die Ahnentafel weist der Züchter die Reinrassigkeit nach und ist vonseiten seines Zuchtverbands verpflichtet, alle Tests auf erbliche Krankheiten vorzunehmen. Andernfalls bekommen weder die Hündin noch der Rüde eine Zuchttauglichkeit zugesprochen.

Besuchen Sie den Züchter und lernen Sie die Welpen kennen. Bevor das neue Familienmitglied bei Ihnen zuhause einzieht, bereiten Sie alles vor. Ein Schlafplatz, ein Futterplatz, Spielzeug, Halsband und Leine gehören ebenso dazu wie ausreichend Zeit, sich um den Neuankömmling zu kümmern. Ein Pudel ist eine Lebensaufgabe und wird deinen Alltag auf den Kopf stellen. Doch eines ist gewiss: Die lockigen Vierbeiner gehören vom ersten Tag an zur Familie.